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13 Azubis aus Indien: Was ein Fleischereibetrieb in Südbaden gelernt hat

March 24, 2026 by
OdooBot

Nicht als Experiment – aus Notwendigkeit

Ein Fleischereibetrieb in Südbaden hat dreizehn Auszubildende aus Indien eingestellt. Nicht als PR-Maßnahme. Nicht als Pilotprojekt. Sondern weil die Stellen auf anderem Weg nicht mehr besetzt werden konnten.

Der Betrieb hatte jahrelang versucht, lokal zu rekrutieren. Stellenanzeigen, Schulbesuche, Praktikumsangebote. Die Resonanz wurde jedes Jahr geringer. Irgendwann war die Frage nicht mehr „Welcher Bewerber ist am besten geeignet?" – sondern „Kommt überhaupt noch jemand?"

Die Bilanz: Positiv – mit hart erarbeitetem Wissen dahinter

Die Gesamtbilanz nach mehreren Jahren ist eindeutig positiv. Die meisten der dreizehn Azubis haben ihre Ausbildung abgeschlossen. Einige arbeiten noch heute im Betrieb. Der Inhaber beschreibt sie als „genauso gut wie jeden anderen – teilweise besser, weil sie verstehen, warum sie hier sind."

Hinter diesen dreizehn Azubis steckt kumuliertes Wissen: Wie das Visumverfahren funktioniert. Was jemand in den ersten Wochen in Deutschland braucht. Wie man mit jemandem arbeitet, der B1-Deutsch hat und noch nie in einer deutschen Fleischerei war. Was schiefgehen kann und was man beim zweiten Mal anders macht.

Wichtig: Dieses Wissen ist nicht öffentlich dokumentiert. Es liegt in den Erfahrungen von Betrieben, die den Prozess bereits durchlaufen haben. Wer es selbst aufbauen muss, zahlt mit Zeit und Unsicherheit, die vermeidbar wären.

Was dreizehn Mal lernen bedeutet

Der erste internationale Azubi war das Schwierigste. Der zweite war einfacher, weil der Betrieb wusste, was kommt. Der dritte noch einfacher. Nach dem fünften hatte der Betrieb einen Prozess, der funktionierte – nicht perfekt, aber zuverlässig.

Dreizehn Mal bedeutet: Der Betrieb hat diesen Prozess so weit optimiert, dass neue Azubis heute in eine vorbereitete Umgebung kommen, die ihre Fragen kennt und beantwortet, bevor sie gestellt werden.

Der Vorsprung, den frühe Entscheider haben

Betriebe, die diesen Prozess heute kennen, haben in drei Jahren einen Vorsprung, den andere nicht mehr aufholen können. Der Ausbildungsmarkt wird enger – nicht weiter. 2026 ist statistisch der Tiefpunkt bei Schulabsolventen, und die Zahlen unbesetzter Stellen zeigen keine Trendumkehr.

Wer sich jetzt auf internationale Rekrutierung einstellt, baut Kompetenz auf. Wer wartet, steigt später ein – unter schlechteren Bedingungen und mit weniger Zeit. Weitere Informationen für Industriebetriebe unter /azubi-industrie.

Die erste Woche eines internationalen Azubis – was wirklich passiert
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