Internationaler Azubi: Was kostet das wirklich?
Die Frage, die fast jeder Betrieb zuerst stellt: Was kostet ein internationaler Azubi? Die ehrliche Antwort: Weniger als eine unbesetzte Stelle.
Laufende Kosten: Wie bei einem deutschen Azubi
Die monatlichen Kosten für einen internationalen Auszubildenden in Deutschland entsprechen denen eines deutschen Azubis:
- Ausbildungsvergütung: je nach Branche und Jahr 600–1.100 €/Monat (gesetzliches Mindestentgelt gilt)
- Sozialabgaben: ca. 20–25% der Vergütung
- Berufsschule: kostenlos (Pflicht des Azubis)
Einmalige Kosten bei internationaler Vermittlung
- Vermittlungsdienstleistung: fällt beim erfolgreichen Vertragsabschluss an
- Visumskosten: ca. 75 € (werden üblicherweise vom Azubi getragen)
- Reisekosten: ein Flug aus Indien ca. 400–600 €
Förderungen für Betriebe
Es gibt verschiedene Förderprogramme, die Betriebe nutzen können:
- Eingliederungszuschuss (EGZ): bei vorhandener Beitragszeit möglich
- Bundesamt für Migration (BAMF) – Integrationskurse: Sprachkurse bis B1 werden gefördert
- Ausbildungsbonus: in einigen Ländern bei überbetrieblichen Berufsschulen
- Willkommenslotsen der HWK/IHK: kostenlose Beratung für Betriebe
Welche Branchen profitieren am meisten?
Internationale Azubis haben sich besonders bewährt in:
- Handwerksbetrieben – Elektriker, SHK, Bäcker, Fleischer
- Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen – Pflegefachkraft, MFA
- Industriebetrieben – Mechatroniker, Zerspanungsmechaniker
Fazit: Rechnet sich ein internationaler Azubi?
Ja. Die Alternative – eine unbesetzte Stelle – kostet deutlich mehr: entgangene Aufträge, Überlastung des Teams, Wachstumsbremse. Ein internationaler Azubi ist eine Investition, die sich über die gesamte Ausbildungszeit amortisiert.
PASSENDE SEITEN
Azubis aus dem Ausland finden – für Ihren Bereich:
🔨 Azubi finden im Handwerk | ♥ Azubi für Krankenhaus & Pflege | ⚙ Azubi für Industrie